Die richtige Außenlampe kaufen: Ratgeber mit Checkliste
Worauf man beim Kauf einer Außenlampe achten sollte – unser Ratgeber inkl. Checkliste.
Lesedauer: ca. 2 Minuten
Gerade in den Frühjahrsmonaten braucht der Außenbereich eine gute Beleuchtung. Eine Außenlampe sorgt für Sicherheit, spendet gemütliches Licht und setzt optische Akzente. Doch vor dem Kauf stellen sich viele Fragen: Welches Material ist das richtige? Welche Helligkeit und welche Lichtfarbe braucht eine Gartenlampe? Und worauf sollte man beim Preis und der Montage achten? Dieser Ratgeber beantwortet alle wichtigen Fragen rund ums Außenlampe kaufen – damit Sie die richtige Entscheidung treffen.
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Die richtige IP Schutzklasse - für den Außeneinsatz
Es ist der häufigste Fehler, den man beim Kauf einer Außenlampe machen kann: Nicht auf die richtige IP Schutzklasse achten und dann kauft man versehentlich eine "Außenleuchte", die nur bedingt für draußen geeignet ist. Achten Sie also in jedem Fall auf die Zahl hinter IP, die angibt, inwieweit die Leuchte gegen Feuchtigkeit, Nässe und Staub geschützt ist. Grundsätzlich sollte eine Außenlampe mindestens Schutzklasse IP44 haben. Je höher die Zahl danach ist, umso besser ist sie dann gegen Regen und andere Wasserspritzer geschützt.
- Überdachter Eingangsbereich: mindestens IP44
- Hauswand ohne Überdachung: mind. IP54
- Freistehend im Garten: mind. IP65
- Direkt am Pool/Teich: IP67 oder IP68
Ausreichend Lumen - für die Helligkeit
Zweites wichtiges Kriterum für eine Außenlampe ist die Helligkeit, die Lumenanzahl (Einheit Lumen lm) - häufig mit Watt verwechselt. Watt misst allerdings nur den Stromverbrauch und nicht die Helligkeit. Je nachdem, wo die Lampe eingesetzt wird, werden unterschiedlich viel Lumen benötigt.
- Wegebeleuchtung: ca. 200–400 lm
- Hauseingangstür: ca. 500–800 lm
- Einfahrt oder Garagenzufahrt: ca. 800–1200 lm
- Sicherheitsbeleuchtung: ab 1500 lm plus Bewegungsmelder
Generell kann man auch sagen: Je höher und näher die Außenlampe am Auge sitzt, desto geringer sollten die Lumen sein, damit die Leuchte nicht blendet. Man sollte sich also fragen, ob man es hell und sicher draußen im Garten haben möchte – dann braucht man mehr Lumen. Oder ob die Außenleuchte ein stimmungsvolles und gemütliches Licht spenden soll – dann sind weniger Lumen ausreichend. Außerdem benötigen große Flächen mehr Lumen, als kleine Flächen.
Lichtfarbe - für die Stimmung
Neben der Lichthelligkeit ist auch die Lichtfarbe ein entscheidender Faktor, wie die Beleuchtung draußen wahrgenommen wird. Die Lichtfarbe wird in Kelvin (K) angegeben. Ein kleiner Wert zeigt an, dass die Lampe warmes, gemütliches Licht spendet. Ein großer Wert zeigt an, dass sie kühles, helles Licht spendet. Für die meisten Hauseingänge und Terrassen ist 2700 bis 3000 K die angenehmste Wahl.
- 2700–3000 K → Warm-weißes Licht, das eine gemütliche Atmosphäre schafft.
- 4000 K → Neutral-weißes Licht, das gut für sichere Eingangsbereiche ist.
- 5000–6500 K → Tages- oder Kalt-weißes Licht, das eher für gewerbliche statt private Bereiche geeignet ist und sehr steril wirkt.
Smarte Funktionen
Eine moderne Leuchte, -egal, ob drinnen oder draußen-, kann mehr als nur Licht spenden. Hier lohnt es sich jedoch, genau zu überlegen, ob man diese smarten Funktionen tatsächlich braucht. Oder ob sie lediglich ein (unnötiges) Extra sind. Denn in der Regel heben alle zusätzlichen Funktionen den Preis der Außenlampe.
Bewegungsmelder
Bewegungsmelder sorgen dafür, dass die Leuchte bei jeder Bewegung reagiert und sich automatisch an- und ausschaltet. In der Regel kann man die Reichweite und den Erfassungswinkel der Außenlampe mit Bewegungsmelder anpassen. Typisch sind etwa ein 90° Winkel und 5-12 Meter Reichweite.
Dämmerungsschalter
Dämmerungsschalter schalten die Außenlampe automatisch bei Dunkelheit ein und morgens bei Tageslicht wieder aus. Das kann durchaus praktisch sein, wenn man die Lampe ohne App oder Zeitplan trotzdem smart nutzen möchte.
Smart-Home-Integration
Eine Smart-Home-Integration (idR über WLAN) lohnt sich vor allem, wenn man bereits ein vernetztes Zuhause hat und auch die Außenlampen smart integrieren möchte. Für eine einzelne Außenlampe ohne weiteres Smart-Home-System ist der Aufwand hingegen oft zu groß. Hier reichen klassische Lampen ohne eine smarte Vernetzung.
Der richtige Aufstellungsort
Nicht jeder Lampentyp ist für den Einsatz draußen geeignet. Einige Typen passen besser in bestimmte Bereiche als andere. So sind beispielsweise Pollerleuchten die erste Wahl für die Wegbeleuchtung und tragbare Tischlampen für eine gemütliche Stimmung abends am Gartentisch.
Stellen Sie sich vor dem Lampen Kauf zunächst diese zwei Fragen:
- Wo soll die Lampe hin? Der Einsatzort ist entscheidend für die Wahl der Außenlampe, denn jede Montage erfordert die passende Leuchtenform. Wandleuchten gehören an die Wand, Tischleuchten auf den Tisch, Pollerleuchten und Erdspieße auf den Rasen bzw. in die Erde neben den Laufwegen.
- Wie kommt der Strom hin? Einige Außenlampen benötigen einen Stromanschluss, der womöglich noch extra angelegt werden muss. Im Außenbereich können außerdem besondere Vorschriften gelten. Eine fest montierte 230-Volt-Leuchte muss von einem Elektriker angeschlossen werden, das Kabel muss korrekt verlegt und gegen Feuchtigkeit geschützt sein. Planen Sie diese Kosten von Anfang an mit ein!
Außenwandleuchten
Louis Poulsen Skot Wandleuchte
Außenwandleuchten sind wetterfeste Wandleuchten für den Außenbereich, die an der Hauswand oder am Eingang montiert werden. Sie sind sowohl aus ästethischer Sicht als auch für die Sicherheit nützlich und sollten daher möglichst hohe Lumen (etwa 400-700 lm) besitzen. Zusatzfunktionen wie Bewegungsmelder können nützlich sein.
Pollerleuchte
Louis Poulsen Flindt Garden
Pollerleuchten sind niedrige Außenleuchten mit meist 1,5 Meter Höhe, die als Orientierung an Wegen im Garten oder Treppen stehen. Sie markieren die Wege, beleuchten gefährliche Stellen wie Treppen oder Gewässer und schaffen mit ihrer warm-weißen Farbe mit etwa 500 Lumen und 3.300–5.300 K dezent angenehme Atmosphäre.
Hängelampe für Draußen
Fatboy Bolleke
Außenhängelampen (auch Außen-Pendelleuchten) sind deckenmontierte Hängeleuchten für den Außenbereich, die an Seilen, Ketten oder Kabeln von der Decke schweben. Sie spenden funktionales und dekoratives Licht und werde nicht selten als stilvolles Gestaltungselement eingesetzt. Idealerweise dann mit einem nicht zu hellen, warm-weißen Licht mit 2.700–3.000 K, das eine gemütliche Atmosphäre schafft.
Tragbare Tischlampe
Sigor Nuindie
Tragbare Außen-Tischlampen sind kabellose, batterie- oder akkubetriebene LED-Tischleuchten für den Außenbereich, die ohne Steckdose auskommen. Sie sind leicht, handlich und flexibel einsetzbar: Am Gartentisch, beim Camping, Picknick oder auf der Terrasse. Für ein dezentes Stimmungslicht reichen hier 250–350 Lumen. Idealerweise lassen sich Portable Tischlampen für Draußen dimmen und farblich anpassen – je nach Situation.
Solarlampen
Fatboy Prêt a Racket Solarlampen
Solarlampen sind Außenleuchten, die durch Sonnenenergie gespeist werden – sie nutzen Photovoltaikzellen, um tagsüber Sonnenlicht in elektrische Energie umzuwandeln und in einem Akku zu speichern. Bei Dämmerung schalten sie sich dank eines integrierten Dämmerungssensors (Tag-Nacht-Sensor) automatisch ein und leuchten mit der gespeicherten Energie, wobei sie meist mit energiesparenden LED verwendet werden. Sie benötigen keinen Stromanschluss und keine Verkabelung. Meistens sind sie dekorativ, können aber auch als Wegebeleuchtung oder Akzentbeleuchtung eingesetzt werden.
Checkliste für den Kauf
Damit Sie beim Kauf der Außenlampe nichts vergessen, haben wir alle Kriterien in einer übersichtlichen Checkliste noch einmal zusammengefasst.
- Korrekte IP-Schutzklasse wählen: Mind. IP44 für alle Außenlampen!
- Lumen, Watt und Lichtfarbe bestimmen: Helligkeit und Lichtfarbe entsprechend dem Einsatzort wählen.
- Auf witterungsbeständige Materialien achten: wie Edelstahl, Aluminium, UV-stabiler Kunststoff, rostfreie Beschichtung, ...
- Einsatzort: Einfahrt, Wegebeleuchtung, Terrassenlicht, ... ?
- Zusatzfunktionen: Bewegungsmelder, Dämmerungsschalter, Smart Home Integration, ...
- Gesamtbudget inkl. Montage kalkulieren: Sind Steckdosen nötig und vorhanden? Muss die Montage von einem Elektriker durchgeführt werden? Welche gesetzlichen Vorgaben gibt es?